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FEUERWEHRSCHLÄUCHE - SELBST GEBAUT
 

Wer kennt dieses Problem nicht !? Da will man ein interessantes Feuerwehrfahrzeug als Modell im Maßstab 1:24 oder auch in 1:25 bauen, besorgt sich einen der relativ selten gewordenen Bausätze, entweder von Revell, Italeri oder auch den ersten Fire Truck von Trumpeter, und ? Wenn diese Modelle dann faßt fertig sind, steht man sozusagen auf dem Schlauch. Es gibt keine Schläuche zu kaufen und die oft favorisierten Schnürsenkel sind, was die Gewebestruktur angeht zu grob und zusammen gefaltet auch noch zu dick.

Also habe ich probiert und getüftelt, geschnitten, geklebt, die verschiedensten Materialien getestet und dann hatte ich eine Lösung. Vielleicht ist es die Lösung überhaupt, zumindest kam mir keine andere Idee.




 

Wer meine Idee umsetzen möchte, der braucht folgende Materialien und Geräte. Ein Skalpell oder ein anderes Messerscharfes Gerät, ein Metalllineal, doppelseitiges Teppichklebeband, Sekundenkleber und ganz wichtig, das Schlauchgewebe. Hier habe ich ein Zierband verwendet, wie es in den Abteilungen für Geschenkpapiere und Gruß - karten der Kauf -und Warenhäuser zu finden ist.




 
 



Als erstes wird ein etwa 30 - 40 cm langes Stück vom Zierband abgeschnitten und an beiden Enden beschwert. Dieses muß sein,
da sich der Streifen ansonsten nach innen wieder aufrollt.




 
 

Auf diesen Streifen wird dann das doppel-
seitige Teppichklebeband aufgelegt und ganz wichtig, von der Mitte her nach beiden Seiten glattgestrichen.




 
 

Blasen und Falten sollten unbedingt vermieden werden.




 
 

Dann wird der Streifen aus Klebe -und Zierband umgedreht und von der anderen
Seite ebenfalls noch einmal glattgebügelt.




 
 

Da das doppelseitige Klebeband breiter ist als das Zierband, müssen die überstehenden Flächen an beiden Seiten abgeschnitten werden.




 
 

Weil beim Trumpeter - Modell in Fach 3, vier Schläuche nebeneinander liegen und jeder Schlauch 6 mm breit ist, werden nun mehrere ca. 12,5 mm breite Streifen aus der Klebe - und Zierbandverbindung heraus geschnitten.




 
 

Nun beginnt die eigentliche Herstellung der Schläuche, natürlich als Imitation im zusammengefalteten Zustand.




 
 

Um dieses zu erreichen, muß auf einer Seite des Streifens ein etwa 3 mm breites Stück vom Trägerpapier des Klebebandes entfernt werden. Achtung: mit dem Skalpell nicht zu stark drücken, der Schnitt darf nicht durch das Klebeband, sondern nur durch das Papier gehen.




 
 

Mit einem glatten und möglichst schweren Gegenstand, wird die 3 mm breite und Papierfreie Fläche nach innen gefaltet.
Mit dem Finger vorknicken, bricht sich am vorhandenen Papierrand und dann mit dem Metallblock stark nachdrücken bzw. bügeln.




 
 

Dieser Vorgang wird auf der gegenüberliegenden Seite wiederholt.




 
 

Trägerpapier entfernen....




 
 

.... mit dem Finger leicht vorknicken und mit einem Metallblock festdrücken. Bereits vorbereitete Streifen immer mal wieder nachdrücken, da das Klebeband dazu neigt, sich aufzurichten bzw. sich vom Papier zu lösen.




 
 

Nun entstehen die Knicke, die später den zusammengefalteten Schlauch darstellen werden. Wie groß diese sein sollen, dieses kann jeder für sich entscheiden bzw. hängt vom jeweiligen Modell und der Lagerung der Schläuche ab. Ein Tropfen Sekundenkleber reicht, etwa 10 - 15 Sekunden zusammendrücken, fertig.




 
 

Nicht nur geknickt bzw. gefaltet, die Schläuche können natürlich auch zusammengerollt dargestellt werden




 
 

Da man am Modell die meisten Schläuche gar nicht sieht, habe ich mir für mein Trumpeter Engine 121 eine Schlauchkiste bzw. Dummy gebaut. Hier sind nur die Enden und die oberen beiden Lagen zu sehen.




 
 

Alle Schläuche darzustellen wäre auch mir zu viel Arbeit gewesen und in diesem Fall auch nicht notwendig geworden. Sämtliche Schläuche wurden dann zweimal mit dem Revell Farbton 310 - Lufthansagelb - lackiert.




 
 

Zum Schluß wird die Kiste ins Schlauchfach eingeschoben und festgeklebt.
Wirkt doch, oder ?

Viel Spaß beim Schläuche kleben !




 
American LaFrance von Trumpeter | Modellbau - Model making