Sie sind hier: Entwicklungen  

KW W900 WRECKER - MODELLENTWICKLUNG
 

Im Mai 1995 schickte mich Revell dann in die USA und zwar in den Bundesstaat New York. Gut 60 km von New York City entfernt, besuchte ich die Firma Fred Viohl Automotive Repair in Haverstraw unweit des Hudson-River und hielt mich 5 Tage dort auf.




 



 

Zusammen mit meinem lieben Freund Bertus Backer, er hatte jahrelang die Bauanleitungen für unzähliche Revell-Bausätze gezeichnet, schossen wir mehr als 500 Fotos vom Kenworth W900 Wrecker und nahmen einige hundert Maße vom Truck.

Zurück in Bünde ging es dann an die technischen Zeichnungen für den Werkzeugbau. Einzige Vorgabe seitens Revell, am Fahrgestell der Sattelzugmaschine durfte Werkzeugtechnisch nichts verändert werden.




 

Kein Problem, denn die Radstände der Sattelzugmaschine stimmten mit dem Kenworth Wrecker zu 100% überein. Die Schlafkabine wurde für dieses Modell nicht benötigt und so paßte der Wrecker-Aufbau exakt auf das Chassis.




 
 

Und auch von dieser kommenden Revell-Neuheit mußte ich ein Handmuster-Modell für die Spielwarenmesse in Nürnberg bauen. Mit Fertigstellung der Vierseitenansicht im Maßstab 1:25, siehe oben, legte ich los.




 
 

Die Fahrerkabine wurde nicht verändert, sondern bekam in den neuen Spritzlingen nur eine Signalleuchte fürs Dach und eine Platte mit Fenster um die Öffnung an der Rückseite zu schließen.




 
 

Komplett neu dagegen wurde der Bergeaufbau kontstruiert. Es handelt sich um eine naturgetreue Nachbildung des Typs Century 1040 B von Miller Industries.




 
 

Der fast fertige Prototyp oder wenn man soll will auch Handmuster, wurde mit einem wellenförmigen Design versehen, mit dem alle Fahrzeuge von Fred Viohl gestaltet sind.




 
 

Dieses Design, auch Transproofs genannt wurde nur einmal hergestellt und dann von mir auf die Bauteile aufgerieben und nicht als wasserlösliches Abziehbild angebracht.




 
 

10 Monate später beim dänischen Hersteller Heljan, dort wurden die Werkzeuge angefertigt, kamen die ersten Spritzlinge aus der Maschine. Für mich immer wieder ein aufregender Augenblick, die first shots in den Händen zu halten.




 
 

Aus den fertigen Werkzeugen kamen insgesamt 6 Spritzlinge mit 173 neuen Bauteilen. Gut zu sehen die blauen Teile, welche zur Sattelzugmaschine gehören und die grünen Wrecker-Neuteile.




 
 

Nach der Überprüfung aller Bauteile und deren Korrekturen sofern notwendig, wurden auch noch die Teilenummern vergeben. Danach konnte ich mit dem Zeichnen der Bauanleitung beginnen.




 
 

Und so sah das fertige Handmuster für die Messe in Nürmberg aus.




 
 

Ein schönes Modell welches reichlich Anregung für weitere Umbauten liefert.




 
 

Das Wrecker-Modell stimmt mit dem Original zu 99,99% überein, bis auf eine Kleinigkeit.
Der W900 von Revell besitzt noch die abgerundeten Scheinwerfer, weil älteren Baujahres. Das Original von Fred Viohl war zum Zeitpunkt meines Besuches ein wenig jünger.




 
 

Und diese Verjüngung habe ich auch auf mein Modell übertragen, welches ich später gebaut hatte, als der Bausatz heraus kam. Eine neue Motorhaube wollte man bei Revell nicht und deshalb sind die Schweinwerferrahmen abgerundet.




 
 

Wer sich gerne den Original Kenworth W900 Wrecker anschauen möchte, der klickt bitte hier:

klick hier - click here




Büssing 8000 S13 - das erste Modell | Phoenix - MAN Modellbau