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VW KÄFER IM MASSSTAB 1:16
 




 



 

Der Bau dieses Modells war eine echte Herausforderung für mich. Noch nie hatte ich ein Automodell gebaut, bei dem es so sehr darauf ankam, genau das zu treffen was dieses Fahrzeug so sehr auszeichnet, nämlich die Käfertypischen Formen, Rundungen und Radien.




 

Der Besitzer eines Käfers mit Brezelfenster aus Recklinghausen stellte mir sein Fahrzeug 8 Wochen lang zur Verfügung. Während dieser Zeit habe ich mich darauf konzentriert, nur die Rundungen der Karrosserie und den Kotflügeln zu gestalten.




 
 

Auch einen ausgebauten Motor stellte man mir in meine Garage. Leider habe ich den Bau des kleinen Boxers nicht mit meiner Kamera festgehalten.

Mehr Abbildungen vom Motor wenn Sie auf das Bild klicken




 
 

Basis und natürlich sehr hilfreich waren auch Zeichnungen vom Käfer. Eine Vierseitenansicht auf den entsprechenden Massstab kopiert, durfte bei dieser Arbeit nicht fehlen.




 
 

Auf Oltimer-Börsen hatte ich mir mit Blick
auf diese Modellentwicklung schon einige Unterlagen besorgt, wie etwa ein Ersatzteilhandbuch mit hilfreichen Zeichnungen, den Nachdruck einer Betriebsanleitung und Bücher über diesen Käfer.




 
 



 

Da es zu dem Zeitpunkt als ich den Käfer baute, keine Felgen und Reifen im Massstab 1:16 gab, wurden diese Teile von mir auf einer kleinen Drehbank namens Unimat gefertigt.




 



 

Von VW aus Wolfsburg bekam ich für meine Arbeit unzählige Zeichnungen vom Käfer. Diese machten es möglich, auch die Bodengruppe nahe an dem Original zu bauen.




 



 

Vorder- und Hinterräder wurden einschließlich der gesamten Achsmechanik an der Bodenplatte angebracht.




 



 

Immer mit Blick auf den Käfer der bei mir in der Garage stand und bei schönem Wetter herausgefahren wurde, habe ich zuerst das Gerippe der Karrosserie gebaut, so wie beim Original auch.




 



 

Dann folgte die eigentliche Formgebung des Käfer. Dachradien, Rundungen der Kotflügel, das Lüftungsgitter unterhalb des Brezelfensters, Türen und Klappen und die Einhaltung von genügend Raum für den Motor.




 



 

Immer wieder bin ich mit dem Modell nach draußen zum Original gegangen und habe die Rundungen abgeglichen, korrigiert oder endgültig so belassen. Dann wurde die Karrosserie grundiert, fotografiert und mit den Fotos vom Original verglichen.




 



 

Was hier auf den Bildern nicht zu sehen ist, das sind die Schablonen mit denen ich die Radien und Rundungen festgelegt und geprüft hatte. Später folgte dann noch der Motor, die Herstellung aller Chromteile wie Stoßstange, Türgriffe, Lampenringe, Zierleisten und vieles mehr, die dann bei der Firma, die für Revell alle Bauteile verchromt ebenfalls auf Hochglanz gebracht wurden.




 



 




 
 

Die Nacht durchgefahren, konnte ich das fertige Modell frühmorgens am Eröffnungstag in Nürnberg 1990 am Revell-Stand anliefern.




Modellentwicklungen - Developments | Trucker Magazin Nr. 12 / 1993